Gesundheit , Gesund bleiben

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Erfahrungen und Fragen

   
Aktualisiert: 13.06.2011 23:02

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das tut dem Hund garnicht gut

   
Aktualisiert: 02.06.2011 16:36

Jeder kennt sie, die alten Geheimrezepte, die dem Hund nur Gutes bringen. Der Eine ist z. B. der Meinung: Knoblauch ist DAS Mittel gegen Zecken und andere Parasiten. Der Andere schwört auf Gummibärchen, wegen des Gelantineanteils, was wiederum gut für die Gelenke ist. Und der Nächste schwört auf andere Mixturen wogegen auch immer. Aber alles hat bekanntlich seine Vor- und Nachteile. Mit Sicherheit ist nicht alles, was neben dem normalen Futter gefüttert wird schlecht oder schädlich. Das gilt aber auch nur, solange die Zugabe nicht übertrieben wird. In Maßen und gut dosiert kann es zumindest nicht schaden. Doch wo soll da eine Grenze gezogen werden? Ob irgendetwas für den gesamten tierischen Organismus schädlich ist oder nicht, hängt, genau wie beim Menschen, von der jeweiligen Menge ab. Zwiebeln und Knoblauch z. B. gelten, durch die natürlich enthaltenen Schwefelverbindungen als antibakteriell. „Doch N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid sind für Hunde giftig. Schon eine mittelgroße Zwiebel oder eine Knoblauchknolle können eine Zerstörung der roten Blutkörperchen in Gang setzen und einen kleinen Hund ernsthaft schädigen, bis hin zum Nierenversagen“ warnt Dr. med. vet. Anette Fach, Tierärztin im hessischen Oberursel.

Aber auch so harmlos erscheinende Weintrauben oder Rosinen können ähnliche Symptome hervorrufen und zu Vergiftungserscheinungen führen. Das US-amerikanische „Animal Poisons Control Center„ (ASPCA) und das britische Institut „Veterinary Poisons Information“ haben herausgefunden, dass bei einem ca. 20 kg schwerem Hund etwa 232 g Trauben zu Vergiftungserscheinungen führen. Nach Angeben der britischen Wissenschaftler könnte der Verzehr von ca. 14g Rosinen/kg. Körpergewicht einen Hund töten. Das wäre bei einem etwa 20kg schweren Hund etwas mehr als ein halbes Pfund!

Aber, an alle Naschkatzen unter uns: Nicht weniger gefährlich als Rosinen, Trauben, Knoblauch oder Zwiebeln ist das Theobromin, was sich in Schokolade befindet. Und in diesem Fall sind sogar schon Todesfälle bekannt geworden. „Die giftige Dosis liegt bei kleinen Hunden wie Yorkshire-Terriern bereits bei einer Tafel Zartbitterschokolade“ erklärt Dr. Fach. Es ist mit Sicherheit nicht so, dass ihr eure Hunde regelmäßig und übermäßig mit Schokolade füttert. Aber auch Hunde neigen dazu zu naschen. Und das was sie nicht von Herrchen oder Frauchen bekommen, nehmen sie sich auch manchmal gerne selbst – ohne dass irgendjemand etwas davon mitkriegt. Nur bei diesen doch recht geringen Mengen, die schon tödlich sein können, ist Vorsicht beim Aufbewahren der Leckereien angesagt.

Unbedingt zu Verhindern ist aber auch der Verzehr von rohem Schweinefleisch. Dieses Rohfleisch könnte den Aujeszky-Virus enthalten. Eine Infektion mit diesem Virus endet fast immer tödlich. Also, diejenigen, die Barfen als die einzig wahre Futtergabe ansehen – kein rohes Schweinefleisch!

Aber selbst wenn man noch so gut aufpasst, dass das Tier vernünftig ernährt wird und nichts zu fressen bekommt, was ihm nur andeutungsweise schaden könnte, muss man, gerade zuhause fürchterlich aufpassen, dass sich der vierbeinige Gefährte nicht zu sehr verselbstständigt. Es ist ja bekannt, dass im Haushalt die meisten Unfälle passieren und die größten Gefahren lauern. Z. B. Desinfektionsmittel in Bad und Toilette.

Wie alle sind doch mit Sicherheit verantwortungsvolle Hundehalter. Wir passen auf, dass der Hund unterwegs nichts aufnimmt, was wir nicht einschätzen können. Wir achten darauf, dass der Hund möglichst nicht mit irgendwelchen vermeintlich giftigen Stoffen in Berührung kommt. Dennoch kann immer etwas dazu beitragen, dass wir gerade für den Bruchteil einer Sekunde NICHT aufpassen, der Hund irgendetwas frisst und dann? Dann plagt uns die Sorge, dass das was unser vierbeiniger Freund gefressen hat hoffentlich nicht vergiftet war. Das nicht ein Tierhasser doch Rasierklingen-Frikadellen oder Rattengift-Leckelies ausgelegt hat. Wir müssen alle stets ein sehr wachsames Auge auf unseren Hund haben. Manchmal übersieht man eben doch etwas. Dann gilt es sehr schnell zu handeln. Viele Vergiftungen zeigen sich an verschiedenartigen Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit oder Lethargie. Dann gibt es nur den ganz schnellen Weg zum Tierarzt und dort die Möglichkeit einer Vergiftung abklären zu lassen.

Ich will hiermit absolut keine Panik verbreiten. Ich möchte nur, dass ihr mit wachsamem Auge auf euren Hund achtet. Gerade in der heutigen Zeit, wo man ständig von irgendwelchen Giftködern in verschiedensten Gebieten hört, ist es ratsam, die Augen immer sehr weit geöffnet zu halten. Hinzu kommen halt die Gefahren, die man so gar nicht auf dem Zettel hat – die Gefahren im Haushalt und die Gefahren des „zu gut – Meinens“.

Ich empfehle Euch in diesem Zusammenhang die Internetseite Giftköder-Alarm.de. Dort könnt ihr für euch die relevanten Bereiche heraussuchen und evtl. meiden. Ihr könnt dort aber auch nachlesen, wie qualvoll Hunde, im wahrsten Sinne des Wortes, eingehen. Und das ist doch das, was wir mit aller Kraft verhindern wollen.

In diesem Sinne: Achtet auf Eure Hunde

Herzlichste Euer

Peter

Autor Peter Dominiak  Erstellt 06.03.2010