Auf den Hund gekommen, ...
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Erfahrungen und FragenAktualisiert: 13.06.2011 22:43 Zur zeit keine neuen Beiträge, ...
Ein Hund aus dem AuslandAktualisiert: 02.06.2011 16:17 Grundsätzliches zur Übernahme eines Auslandshundes bzw. eines Hundes aus dem Tierschutz
Immer wieder und immer mehr werden Hunde aus dem Ausland übernommen. Es ist ja auch ein wirklich jammervolles Bild, was sich einem bietet, wenn man die einschlägigen Seiten aufmacht. Von den Medien hört und sieht man zusätzlich von den verheerenden Verhältnissen, unter denen die Hunde aus dem Süden ihr Dasein fristen. Hinzu kommt, dass die Organisationen, die dort ihr Möglichstes tun, keinerlei oder nur ganz geringe Unterstützung bekommen. Diese ist meist auf Spenden bezogen. So liegt es nur nahe, dass wenn man sich einen Hund anschaffen will, dies über die Seiten der Auslandshundvermittler geschieht. Denn so kann man zusätzlich ein gutes Werk tun und mindestens eine kleine Hundeseele retten. Allen ist natürlich klar, dass man wirklich nicht alle retten kann aber einer sollte es denn doch ein wenig besser haben. So oder so ähnlich sind sicherlich die Gedankengänge, die die Interessenten eines Auslandshundes haben. Aber sind unsere Tierheime nicht genauso voll? Doch das ist ein anderes Thema.
Wenn man sich also dazu durchgerungen hat, einen Auslandshund zu übernehmen sollte man sich auf dem Vorwege ganz gezielte Gedanken darüber machen.
Da ich über einen wirklich guten Kontakt zu Elke Franz aus Oppenweiler verfüge und diese sich seit Jahren mit dem Thema Auslandshunde beschäftigt, liegt es nur nahe, hier ihre Gedanken dazu zu veröffentlichen. :
Grundsätzliches zur Übernahme eines Auslandshundes bzw. eines Hundes aus dem
Tierschutz
Gedanken meiner Kollegin Elke Franz, Hundeschule 4plus2!
Fuchsfeldweg 9, 71570 Oppenweiler, E-Mail: info@hundeschule-4plus2.de
Für Interessenten an einem Auslandshund sollte in erster Linie die Frage „Wie finde ich eine
seriöse Organisation?“ im Vordergrund stehen.
Seriöse Organisationen sind in meinen Augen jene, die JEDE Frage des potenziellen neuen
Hundehalters ernst nehmen und beantworten – auch wenn es mal Mühe macht und ein paar
Tage dauern kann, bis die Antwort gegeben werden kann. Was manchmal auch bedeutet,
dass es auf eine Frage keine Antwort gibt. Wird ein Hund über den Zaun eines TH geworfen,
wird es zwangsläufig schwer werden, Informationen über sein Vorleben zu liefern.
Des Weiteren wird eine seriöse Organisation auf Anfrage oder bereits auf der Homepage
exakt aufschlüsseln, wofür die Schutzgebühr/Übernahmegebühr Verwendung findet. Z. B. für
Kastrationsprogramme (deren Existenz auch nachgewiesen werden kann), Schulung und
Information der einheimischen Bevölkerung (wir wollen ja eigentlich alle davon weg, dass
Tiere aus einem Land ausgeführt werden müssen, weil ihre Behandlung im Ursprungsland
nicht tierschutzgerecht ist), selbstverständlich für Medikamente, tierärztliche
Untersuchungen, med. Tests, Futter etc., was sich eigentlich von selbst versteht.
Hinzu kommt, dass eine gute Organisation die neuen Halter hinsichtlich ihrer Eignung, ihrer
häuslichen Umstände überprüft. Und zwar wirklich überprüft und nicht nur schaut, ob ein
Garten vorhanden ist oder dergleichen. Wir reden hier von Hunden mit Vergangenheit.
Ersthundhalter und solche, die einen lieben, einfachen, möglicherweise noch souveränen
Hund haben möchten, sind mit einem Hund aus dem Tierschutz oftmals schnell überfordert.
So gehört auch dazu, dass die Organisation durch Nachfrage prüft, ob sich der zukünftige
Halter wirklich darüber Gedanken gemacht hat, was durch die Übernahme eines Hundes,
dessen Entwicklung i. d. R. nicht abzuschätzen ist, auf ihn zukommt.
Außerdem schätze ich jene Organisationen, die in ihren Homepages bereits ausführlich über
Mittelmeer- und andere Krankheiten informieren, die im Ursprungsland üblich sind.
Dies beinhaltet auch die Information, dass ALLE Hunde, auch die vor Ort negativ getesteten,
nach spätestens 6 Monaten erneut getestet werden müssen, da manch eine dieser
Krankheiten eine längere Inkubationszeit hat. Im Fall der Leishmaniose beträgt die
Inkubationszeit im schlimmsten Fall immerhin bis zu 7 Jahre! Wer also einen Hund aus
Südeuropa übernimmt, kann genau genommen vor Ablauf dieser Zeit bzgl. der
Leishmaniose überhaupt nicht sicher sein. Auch dies muss einem künftigen Halter deutlich
gemacht werden.
Eine gute Orga weist in ihrer Homepage auf die Besonderheiten der Mittelmeerkrankheiten
hin, erläutert, welche Behandlungsmöglichkeiten existieren, wobei man jedoch bedenken
sollte, dass kein Hund wie der andere ist, sodass dies nur allgemeine Informationen sein
können. Manch ein Hund verträgt ein bestimmtes Mittel nicht und kann dementsprechend
nur anders oder womöglich gar nicht behandelt werden (mein Gizmo ist leider bestes
Beispiel für letzteren Fall, da er Allopurinol nicht verträgt und somit in Bezug auf seine
Leishmaniose nicht wirklich behandelt werden kann).
Was die Kosten betrifft hängt es jedoch ebenfalls immer vom Einzelfall ab.
Die Kosten für Grundbehandlungen in Bezug auf Krankheiten wie bspw. Babesiose oder
Ehrlichiose lassen sich zwar in etwa beziffern, doch ob die Erstbehandlung anschlägt, steht
im Allgemeinen in den Sternen. (Wiederum bestes Beispiel Gizmo: Zur Bekämpfung der
Babesiose waren ZWEI Behandlungen und mehrere Nachkontrollen nötig).
Was zu tun ist, wenn eine dieser Krankheiten ausbricht, kann man bei entsprechend
spezialisierten TÄ erfahren oder z. B. auf der Seite www.leishmanioseforum.de, die sich
beileibe nicht nur mit der Leishmaniose beschäftigt.
Auf bereits vorhandene auffällige oder problematische Verhaltensweisen muss die
Organisation bzw. die Pflegestelle soweit vorhanden den Interessenten unbedingt
aufmerksam machen. Allerdings ist es gar nicht so selten, dass unerwünschtes Verhalten
oder gar echte Probleme erst später auftauchen, wenn der Hund sich in seinem neuen
Zuhause eingewöhnt hat. Die Eingewöhnungszeit sollte im Übrigen ebenfalls nicht
unterschätzt werden. Sie dauert im Durchschnitt 1 Jahr. Mal mehr, mal weniger. Abhängig
von den Vorerfahrungen, der Prägung, ganz allgemein vom Vorleben des Hundes und
ebenso abhängig von den neuen Umständen, in denen er sich wiederfindet.
Und selbst wenn das Vorleben bekannt sein sollte, lassen sich nicht notwendigerweise
irgendwelche Problemverhalten daraus ableiten. Hinzu kommt, dass ein Hund, der im
Tierheim, im Auslands-Tierheim oder bei der Pflegestelle irgendwelche unliebsamen oder
wie auch immer gearteten Verhalten zeigt, diese nicht notwendigerweise im neuen Zuhause
zeigen muss. Wir reden von Lebewesen – so individuell der Hund, so individuell das
Verhalten. RECHNEN muss ich als zukünftiger Halter eines Hundes aus dem Tierschutz
jedoch grundsätzlich mit allem!
Womit ich zu einem heiklen Thema komme.
Nur zu gern wird den Organisationen, Pflegestellen und Vermittlern die volle Verantwortung
dafür, dass eine für alle Beteiligten gute Vermittlung stattfindet, zugeschoben. Und wie oben
bereits dargestellt, ist diese Verantwortung gewiss nicht klein.
Wer jedoch ein Lebewesen in seine Familie aufnehmen möchte, z. B. einen Hund aus
dem Ausland oder aus dem deutschen Tierheim – was ich sehr begrüße und
unterstütze – oder aber auch vom Züchter, der hat sich im Vorfeld nicht nur ein oder
zwei Tage, eine Woche, sondern gründlich Gedanken zu machen. Vor allem und
besonders, wenn bereits ein Hund im Haushalt lebt.
Es ist heute durchaus möglich, sich über die oben angesprochenen Krankheiten sowie über
Staupe, Parvovirose, Hepatitis etc. im Netz oder aber bei guten Tierärzten zu informieren.
Jedem zukünftigen Halter eines Hundes mit Vergangenheit sollte – nein – MUSS klar sein,
dass er sich im Regelfall ein Überraschungspaket ins Haus holt und nur selten, ganz selten
einen Hund, der sich völlig unauffällig, dankbar, lieb und leicht erziehbar ins Leben des
Halters integriert.
Ist der zukünftige Halter nicht erfahren im Umgang mit Problemverhalten oder steht das Geld
für die Hinzuziehung eines Fachmanns von vornherein nicht zur Verfügung, sollte man von
solchen Experimenten Abstand nehmen.
Gleiches gilt für die evtl. auftretenden Tierarzt-Kosten. Unter Umständen kommt eine
lebenslange medikamentöse Behandlung auf den neuen Halter zu. Einschließlich
regelmäßiger Blutkontrollen etc. Dass das ins Budget schlägt, weiß ich aus eigener
Erfahrung. Nicht zu unterschätzen ist die emotionale Belastung, die die Betreuung eines
geliebten, aber kranken Hundes mit sich bringt.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Die Verantwortung der Organisationen ist also groß und wird in vielen Fällen nicht erfüllt,
oftmals wegen Überlastung der Mitarbeiter. Hier ist also genaues Recherchieren im Vorfeld
gefragt.
Und leider gibt es eben auch die „schwarzen Schafe“ unter den Organisationen und
Vermittlern. Jene, die letztlich durch die Einfuhr süßer Hundchen aus dem Ausland Geld
verdienen, das in den eigenen Taschen landet, statt in die Tierschutzarbeit vor Ort zu gehen.
Solchen Kriminellen nicht auf den Leim zu gehen gelingt nur, wenn man genau hinhört, auf
welche Weise einem Fragen beantwortet werden und bei Unsicherheit auf die Übernahme
des Wunschhundes zu verzichten – auch wenn dies extrem schwer fällt.
Ich möchte noch einmal betonen, dass sich „Auslandshunde“ und Hunde aus einem
deutschen Tierheim hier in nichts nachstehen. Auch in Deutschland geschehen schreckliche
Dinge mit Hunden und dementsprechend traumatisiert können diese sein. Auch in
Deutschland können Hunde an schrecklichen Dingen erkranken bzw. erkrankt sein und
entsprechende Kosten verursachen. Erschwerend kommt hinzu, dass inzwischen immer
mehr ursprünglich aus dem Ausland stammende Hunde in deutschen Tierheimen ihr Leben
fristen, eben weil sich neue Halter im Vorfeld nicht ausreichend informiert haben und/oder
von einer Orga falsche, keine oder unvollständige Informationen geliefert bekamen. Oder
aber, weil die Geduld und/oder Erfahrung, ein traumatisiertes Wesen in die Familie
einzugliedern, einfach nicht vorhanden war.
Ich möchte jeden Interessenten bitten, sich seiner eigenen Verantwortung bewusst zu
werden.
Ist nach reiflicher Überlegung die Entscheidung „pro“ Hund gefallen, steht eines fest: Für ein
Lebewesen, für eine Seele, die bisher ohne Zukunft war, hat sich die Welt verändert.
Wir können vielleicht nicht die ganze Welt retten, aber wenigstens EIN Leben.
Man kann vielleicht ohne Hunde leben - aber es lohnt sich nicht. (Heinz Rühmann)
Autor Charlyschalke Erstellt 28.11.2010
Die Anschaffung eines WelpenAktualisiert: 02.06.2011 17:17 Die Anschaffung eines Welpen
Sehr viele haben sich in letzter Zeit einen Welpen zugelegt. Es ist ziemlich egal, welcher Rasse dieser kleine Kerl oder das kleine Mäuschen angehört – Welpe ist erstmal Welpe. Natürlich hat sich sicherlich jeder Einzelne vor dem Kauf Gedanken darüber gemacht, welcher Rasse dieses kleine Etwas angehören soll. Es wurden Bücher gewälzt, Infos von allen Seiten eingeholt, gemacht und getan. Dann aber kommt dieses kleine Bündel nach Hause und nichts ist so, wie man es sich gedacht, bzw. wie man es gehört hat. Der Hund muss erzogen werden – soviel ist klar. Aber beim Wie scheiden sich die Geister. Es werden Ratschläge eingeholt und umgesetzt – man will ja keine Fehler machen – Gut so. Aber was man für Halbwahrheiten von Möchtegernwelpenausbildern teilweise hört – grausam.
Ich möchte dazu ein wenig aus dem Buch „Calming Signals – Die Beschwichtigungssignale der Hunde“ von Turid Rugaas zitieren. Zum Thema
Führerschaft und Elternschaft
sagt sie:
Seit vielen Jahren hält sich der Mythos, dass man seinen Welpen gegenüber als Rudelführer auftreten müsse, damit er nicht versucht, die Führungsposition zu übernehmen. Viele traurige Hundeschicksale und viele Probleme entspringen diesem Mythos. Dabei ist es viel treffender, von Elternschaft zu sprechen als von Führerschaft.
Denn wenn sich ein Wolfs- oder Wildhundrudel bildet, dann ist die Ausgangsbasis in der Regel ein Elternpaar, das zusammen einen Wurf Welpen bekommt. Diese Welpen wachsen unter der geduldigen, liebevollen und fürsorglichen Obhut der Elterntiere auf. Kein Tier ist geduldiger und liebevoller zu seinen Jungen als der Wolf oder der Wildhund. Die Welpen können die Eltern piesacken, ohne jemals hart dafür bestraft zu werden. Wenn die Eltern eine Beute erlegt haben, schlingen sie diese herunter, laufen zu ihren Welpen und würgen ihnen den Mageninhalt hervor, um sie zu füttern. Erst dann fressen sie sich selbst satt. Die ersten Lebensmonate eines Welpen bestehen nur aus Geborgenheit durch fürsorgliche Eltern, Spiel mit den Geschwistern und einem vertrauensvollen Aufwachsen. Bei Fehlverhalten des Welpen wird durch die Alttiere moderat diszipliniert, jedoch niemals grobe Gewalt angewandt.
Wenn der acht bis neun Wochen alte Welpe zu seinem neuen Besitzer kommt und dieser anfängt, ihn am Nacken zu schütteln, um ihm „Pfui“ beizubringen, ihn auf den Boden drückt, ihn anschreit und dergleichen Dinge mehr, die dem völlig unvorbereiteten Welpen eine Todesangst einjagen, bekommt er einen Schock. Er wird ängstlich, unsicher, verliert vollkommen den Boden unter den Füßen. Und damit fangen die Probleme an. Der verängstigte Welpe knurrt, wenn jemand nach ihm greift, weil er fürchtet, wieder einmal bestraft zu werden. Der Mensch ereifert sich, meint, da müsse man doch klarstellen, wer das Sagen habe, müsse den Welpen härter anfassen, und schon sind wir auf einem Weg, der zu immer mehr Problemen führt und zu einem Elendsdasein für den Hund. Der kleine Welpe kommt voller Vertrauen zu Ihnen. Er geht davon aus, dass seine neuen Eltern genauso geduldig und liebevoll sind wie die, von denen er kommt. Vergessen Sie die Führerschaft gegenüber dem Welpen. Seien Sie Eltern.
Natürlich ist es unerlässlich, dass der Welpe die Regeln des täglichen Zusammenlebens lernt und befolgt, aber nach und nach und nicht alles auf einmal! Das funktioniert übrigens wunderbar, wenn Sie den Welpen mit der gleichen Nachsicht behandeln, wie Ihre eigenen Kinder damals, als sie noch sehr klein waren. Vielleicht sogar noch ein bisschen nachsichtiger? Hunde sind nämlich wundervolle Eltern, und wir können viel von ihnen lernen.
Bis zum Alter von vier bis viereinhalb Monaten ist die Toleranzgrenze der Alttiere gegenüber den Welpen (später Junghunden) sehr hoch. Das bedeutet nicht, dass sie so eine Art Narrenfreiheit haben. Aber es bedeutet, dass sie sich eine ganze Menge erlauben können, ehe die erwachsenen Tiere disziplinierend eingreifen. Und wenn sie doch einmal zurechtgewiesen werden, dann auf eine freundliche, gewaltlose Art. Warum nur greifen wir Menschen so schnell zu körperlicher Gewalt? Stellen Sie sich nur einmal vor, wie unglaublich furchterregend es für einen kleinen Hund sein muss, von einem Riesen, der um ein Vielfaches größer ist als er selbst, bedroht und gepackt zu werden.
Dann beginnt der Besitzer darüber zu klagen, dass der Hund nicht gehorcht, dass er nicht kommt, wenn er gerufen wird und über viele andere dieser kleinen Probleme, die im Alltag tatsächlich ziemlich entnervend seien können. Der Welpe hat gelernt, seinem Besitzer auszuweichen, indem er so tut, als sei er gar nicht da und er sendet eine Menge beschwichtigender Signale, um zu versuchen, Herrchen oder Frauchen wieder milder zu stimmen. Nützt auch das nichts, kann es passieren, dass der Hund aufgibt, die beschwichtigenden Signale einzusetzen. Der Hund wird dann immer in einer Welt leben, die keine andere Sprache kennt als die der Gewalt. Seine eigene Sprache kann er nicht anwenden, denn niemand richtet sich danach. Er wird sprachlos. Es gibt unglaublich viele Hunde, die vollkommen passiv sind und sich nicht trauen, irgendetwas auszuprobieren, neugierig zu sein. Sie haben es schlicht und einfach aufgegeben, Hund zu sein. Das sind dann meist die Hunde, die „brav“ genannt werden. Sie sind nicht brav – sie haben resigniert.
Andere Hunde sind in einem solchen Ausmaß gestresst, dass sie zu einem Problem für ihre Umgebung werden. Die ständige Unsicherheit, in der sie leben, lässt sie ein chronisches Streßniveau aufbauen, das wiederum zur Folge hat, dass sie die Einrichtung demolieren, kläffen, Angst vor Geräuschen, Menschen und anderen Hunden haben, Aggressiv werden, an der Leine ziehen und vieles andere mehr.
Eine geborgene, liebevolle und umsorgte Welpenzeit und etwas nachsichtige Geduld, wenn die „Flegeljahre“ einsetzen, bei Eltern, die Wert darauf legen, dass der Welpe seine Gefühle offen zeigt, die ihm ermöglichen, sich im Zusammenspiel mit dem Rudel zu entwickeln, anstatt ihn durch eine gewaltsame Führerschaft zu unterdrücken – das gibt dem Hund die Basis, die er braucht, um ein gut sozialisierter, in sich ruhender, erwachsener Hund zu werden.
Denken Sie daran, dass Hunde, die Welpen aufziehen, perfekte Hunde aus ihnen machen. Wölfe, die ihre Jungen aufziehen, machen aus ihnen perfekte Wölfe. Wenn wir Welpen großziehen, bekommen wir meistens Probleme. Es ist an der Zeit, sich umzuschauen und zu sehen, was Führung eigentlich ist. Mit nüchternen Augen betrachtet ist es nichts anderes als eine gute Elternschaft. Wenn der Welpe ins Haus kommt, sind Sie in der Rolle von Eltern, die ein Kind bekommen. Wir versetzen kleine Kinder heute nicht mehr in Angst und Schrecken, zumindest wird es gesellschaftlich nicht akzeptiert. Wir dürfen das auch nicht mehr akzeptieren, wenn es um Welpen geht.
Autor Charlychalke Erstellt 03.08.2010
Die Anschaffung eines WelpenAktualisiert: 13.06.2011 22:54 Zitat:
Seit vielen Jahren hält sich der Mythos, dass man seinen Welpen gegenüber als Rudelführer auftreten müsse, damit er nicht versucht, die Führungsposition zu übernehmen. ....
Wenn der Welpe ins Haus kommt, sind Sie in der Rolle von Eltern, die ein Kind bekommen. Wir versetzen kleine Kinder heute nicht mehr in Angst und Schrecken, zumindest wird es gesellschaftlich nicht akzeptiert. Wir dürfen das auch nicht mehr akzeptieren, wenn es um Welpen geht.
Jo, da können wir doch nur zustimmen, wuff ! Obwohl, eigentlich muss ich "Rudelführer" nur mit "Vater" oder "Mutter" übersetzen, dann stimmt's schon wieder. Und ein wenig Wahrheit ist schon dran bezüglich der "Führungsposition", denke ich. Aber das war ja auch nicht gemeint. Was wir festgestellt haben, auch nichts Neues, aber trotzdem wichtig: Einigkeit im Umgang mit dem Welpen, zum einen nicht gegeneinander "ausspielen" lassen - von A gerade ein "nein" bekommen und nun von B Trost einholen wollen und auch bekommen und auch einfach intern sich darüber einigen, wie es denn nun sein soll - was ist unser erstes Ziel, das wir alle erreichen wollen etc.
Obwohl... also die Anrede oder Bezeichnung "Mama" finde ich persönlich ganz schrecklich und lebe lieber mit dem auch nicht so tollen, aber für mich besser verträglichen "Frauchen" oder halt einfach mit dem Namen. Aber das ist ja zum Glück "jedem seiner selber Sache" und auch nicht so wichtig.
Wir hatten das große Glück, dass die "Ziehmama" (Züchterin) darauf bestanden hatte, dass der Umzug zu uns nach Haus erst mit zwölf Wochen stattfand. Damit hatte unsere Lütte noch ganz viel von Mutter, Tante, Onkeln und erstem Bezugsmenschen lernen können.
Im genau richtigen Moment hatten wir dann den Tipp bekommen, dass es da einen Hundeverein gibt, in dem Hundeschule nicht so teuer, aber (trotzdem) gut sei; ausprobiert, Zwergengruppe empfohlen bekommen und da habe gerade ich als reichlich unerfahrene Hundeführerin ganz viel lernen dürfen und - so ganz nebenbei - gibt es hier sooo viele Kumpel zum gefahrlosen Toben, dass mir jedes Mal das Herz aufgeht, wenn ich das sehe (ja, ich weiß, klingt etwas schwülstig, aber wenn ich das nun mal so fühle? )
Nun ist Dori fast zehn Monate alt, durch die erste Läufigkeit (während der wir leider nicht zum Verein durften, wir haben beide etwas vermisst!) ist sie jetzt auch schon und ist einfach unser Sonnenschein, unser absolut größter Reichtum, eben einfach toll.
Ich könnte hier noch seitenlang weiter schwärmen, statt dessen mach ich einfach mal Eigenwerbung , auf der Seite http://www.kleinspitz-in-hamburg.de/ ist das Ergebnis eines neuen Hobbies zu sehen, da erzähle ich Doris Geschichte(n).
Ganz wichtig zum Abschluss: Ein großes Danke Schön an Nina, unsere Trainerin, von der ich so viel lernen darf, an Melanie, unseren Obmann (heißt es nicht doch Obfrau? ) Melanie, die uns "das erste Mal" so super-lieb erleichtert hat und an alle Gruppenmitglieder - mit und ohne Fell - bei, zwischen, mit denen wir uns ganz schnell wohl und vertraut gefühlt haben und fühlen!
Wir drei wünschen allen Hunden und ihren Haltern eine wunderschöne Jahres-Abschluss-Zeit mit ganz vielen tollen, aufregenden, bewegenden Spaziergängen!
ein Leben ohne Hund? nicht mehr vorstellbar ;-)))
herzliche grüße einmal ringsrum von Dori und Frauchen
Autor Dori die Zaubermaus Erstellt 01.12.2010
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